Klimawandel in den Alpen
Besonders betroffen sind die Gletscher. Viele von ihnen sind in den vergangenen Jahrzehnten kleiner geworden, manche sind sogar fast ganz verschwunden. Forscher schätzen, dass bis zum Ende dieses Jahrhunderts ein großer Teil der Gletscher in den Alpen schmelzen könnte, wenn die Erderwärmung nicht gestoppt wird. Das Schmelzen der Gletscher verändert auch die Flüsse, denn im Sommer fehlt dann das Wasser, das früher aus dem Eis kam.
Auch der Schnee wird zu einem Problem. In tiefer gelegenen Skigebieten fällt heute weniger Schnee als früher, und er bleibt oft nicht lange liegen. Viele Orte sind deshalb auf künstlichen Schnee angewiesen. Doch die Herstellung von Kunstschnee braucht viel Wasser und Energie und ist teuer. Manche kleinen Skigebiete mussten in den letzten Jahren ganz schließen, weil sich der Betrieb nicht mehr lohnte.
Der Klimawandel bringt aber nicht nur Probleme für den Tourismus. Auch die Natur verändert sich. Pflanzen wandern weiter nach oben in kühlere Höhen, und manche Tiere finden keinen passenden Lebensraum mehr. Außerdem steigt die Gefahr von Erdrutschen und Steinschlägen, weil der Boden in den Bergen durch das Tauen des Permafrosts instabil wird.
Fachleute fordern deshalb, dass die Menschen in den Alpenregionen sich an die neuen Bedingungen anpassen. Gleichzeitig betonen sie, dass der Schutz des Klimas eine weltweite Aufgabe ist, die alle Länder gemeinsam lösen müssen.