Unser Stadtfest in der Lindenstraße
Das Fest findet immer am letzten Samstag im Juli statt. Schon am Vormittag bauen die Nachbarn gemeinsam die Stände auf. Jeder bringt etwas mit: Die Familie Demir verkauft selbst gemachtes Gebäck, Herr Klein bietet kalte Getränke an, und die Kinder verkaufen altes Spielzeug, das sie nicht mehr brauchen. Das Geld, das beim Fest gesammelt wird, geht an den Kindergarten in unserem Viertel. Letztes Jahr konnten wir davon neue Spielgeräte für den Garten kaufen.
Natürlich gibt es auch ein Programm. Am Nachmittag spielt eine kleine Band aus der Nachbarschaft, und am Abend gibt es oft Tanz. Für die Kinder gibt es ein Karussell und einen Maltisch. Besonders beliebt ist das gemeinsame Abendessen an einer langen Tafel mitten auf der Straße. Dort sitzen Alt und Jung zusammen und reden über die vergangenen Monate.
Damit alles gut funktioniert, treffen sich die Organisatoren schon im Mai zum ersten Mal. Sie planen, wer welche Aufgabe übernimmt, und kümmern sich um die Genehmigung der Stadt, denn die Straße muss an diesem Tag für Autos gesperrt werden. Wer mithelfen möchte, ist herzlich willkommen. Man muss kein Profi sein – wichtig ist nur, dass man Lust hat, dabei zu sein. So ist aus einer fremden Straße eine echte Gemeinschaft geworden.