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Goethe-Zertifikat B1 · Lesen · 6

Teil 1

Lesen Sie den Text und lösen Sie die Aufgaben 1–7.

Münster – eine Fahrradstadt verändert sich

Die Stadt Münster im Westen Deutschlands gilt seit vielen Jahren als die Fahrradstadt des Landes. Mehr als 40 Prozent aller Wege in der Stadt werden mit dem Rad zurückgelegt. Das ist deutlich mehr als in den meisten anderen deutschen Städten. Schon morgens fahren Tausende Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit, zur Universität oder zur Schule. Besonders bekannt ist die sogenannte 'Promenade', ein grüner Ring rund um die Altstadt, auf dem keine Autos fahren dürfen. Hier können Radfahrer und Fußgänger sicher unterwegs sein.

Doch der Erfolg bringt auch Probleme mit sich. In den Stoßzeiten am Morgen und am späten Nachmittag sind die Radwege oft überfüllt. Es kommt immer wieder zu kleinen Unfällen, weil zu viele Menschen gleichzeitig denselben Weg benutzen. Die Stadt plant deshalb, einige Radwege zu verbreitern und neue Verbindungen zu bauen. Außerdem sollen mehr Fahrradparkplätze entstehen, denn am Hauptbahnhof fehlen oft sichere Stellplätze.

Nicht alle Bürger sind mit den Plänen zufrieden. Manche Autofahrer beschweren sich, dass für sie immer weniger Platz bleibt. Geschäftsleute in der Innenstadt befürchten, dass weniger Kunden kommen, wenn man schlechter parken kann. Die Stadtverwaltung erklärt jedoch, dass Untersuchungen das Gegenteil zeigen: In vielen Fahrradstädten geben die Menschen sogar mehr Geld in den Geschäften aus, weil sie häufiger und langsamer durch die Stadt fahren.

Auch der öffentliche Nahverkehr spielt eine wichtige Rolle. Wer das Fahrrad mit dem Bus oder dem Zug kombinieren möchte, soll dies künftig leichter tun können. Experten sind sich einig: Eine moderne Stadt braucht ein Verkehrssystem, in dem Rad, Bus und Bahn gut zusammenpassen. Münster will dabei ein Vorbild für andere Städte in Europa sein.

Aufgaben 1–7

Sind die Aussagen richtig oder falsch? Wählen Sie bei den Multiple-Choice-Aufgaben die richtige Antwort.
  1. In Münster werden mehr als 40 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad gemacht.

  2. Auf der Promenade dürfen Autos fahren.

  3. Am Morgen und am späten Nachmittag sind die Radwege oft sehr voll.

  4. Was plant die Stadt, um die Probleme zu lösen?

  5. Was befürchten manche Geschäftsleute?

  6. Untersuchungen zeigen, dass Menschen in Fahrradstädten weniger Geld ausgeben.

  7. Was sagt der Text über den öffentlichen Nahverkehr?

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